TSV TIMELKAM

FUSSBALL KAMPFMANNSCHAFT

kms2011


      

ATSV gewinnt Timelkamer Derby  -  Bericht von Milan Vidovic

TSV Timelkam - ATSV Timelkam 0:2 (0:1)

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Es war wieder einmal angerichtet - das Timelkamer Derby stand in der zehnten Runde der 2. Klasse Süd auf dem Programm. Ehemals trafen die Mannschaften noch in der Landesliga aufeinander, nun versucht man in der 2. Klasse den Wiederaufbau. Dem ATSV Timelkam scheint dies etwas besser zu gelingen, immerhin ist die Mannschaft vor diesem Spieltag Tabellenzweiter, der TSV nur Siebenter.
Auch in der Vorsaison trafen die beiden Teams aufeinander, damals in der 2. Klasse Mitte-West, hatte es zwei Auswärtssiege gegeben. Diese Serie setzte sich nun fort. Etwas mehr als 200 Zuschauer waren auf die TSV-Anlage gekommen, so wenige wie selten, oder auch nie, zuvor. Lustlos waren aber nicht nur die potenziellen Zuschauer, auch die Spieler selbst schienen nicht bei der Sache zu sein. Das Feuer, das sonst auf dem Platz zu spüren war, wenn es gegen die Arbeitskollegen, Freunde oder auch Nachbarn ging, es ließ diesmal lange auf sich warten.
Das Spiel beginnt weitestgehend ausgeglichen. Schnell übernimmt der ATSV die Initiative, kann den Ball länger in seinen Reihen halten. Den ersten Torschuss gibt aber der TSV ab, als ein Freistoß von Milan Vidovic in den Armen von Torhüter Christian Lechner landet. In Minute 13 schießen dann die Gäste erstmals Richtung TSV-Gehäuse, doch Philipp Dobias kann den Schuss von Christoph Schöllnberger ohne Mühe entschärfen. In dieser Phase stehen beide Abwehrreihen gut, lassen nichts zu. Der ATSV war als klarer Favorit in dieses Spiel gegangen, doch die Elf von Trainer Siegfried Lederbauer versteht es nicht, sich von den Gegenspielern zu lösen.
Der TSV ist vor allem bei Kontermöglichkeiten gefährlich. Die beste Chance in Halbzeit eins hat Thomas Reich. Vidovic schickt Michael Frischauf am rechten Flügel auf die Reise, dessen Flanke Richtung zweiter Stange findet mit Reich einen Abnehmer. Der Youngster steigt hoch, sein Kopfball geht aber am Tor vorbei. Auf der anderen Seite finden die Gäste immer wieder kleinere Möglichkeiten vor, meist nach Standards, getreten von Hans Peter Schürrer. Er ist es auch, der eine Eckball-Serie in der 45. Minute ausführt. Drei Mal tritt Schürrer an, der TSV verabsäumt es immer wieder, den Ball aus der Gefahrenzone zu bringen, hat sogar Glück, dass ein Querschläger von Miroslav Obdrzal nicht ins eigene Tor geht. Kurz darauf zappelt der Ball dann aber doch im Netz. Beim dritten Eckball löst sich Bernhard Hehenfelder von seinem Gegenspieler, köpft den Ball gegen den Rasen, von wo dieser in einer Bogenlampe ins Tor geht. Die Gäste jubeln, der Schiedsrichter pfeift ab und die Spieler begeben sich auf den Weg zu den Kabinen. Aus Sicht des TSV hätte es wohl keinen schlimmeren Zeitpunkt für ein Gegentor geben können. Im zweiten Durchgang geht es dann weiter wie vor der Pause. Nun leichte Vorteile für den ATSV, nennenswerte Torchancen resultieren aber nicht daraus. Neuhofer bringt dann mit Nermin Jahic einen neuen Spieler aufs Feld, der über die linke Seite auch etwas mehr Druck erzeugen kann. Doch auch der TSV kommt nicht richtig zum Abschluss.
Für das zweite Tor im Spiel muss also wieder eine Standardsituation herhalten. Rafael Kurtulmus legt sich den Ball zurecht, tritt zum Freistoß aus etwa 25 Metern Entfernung an. Sein scharfer Schuss scheint knapp neben das Tor zu gehen, Tormann Dobias wirft sich dennoch ins Eck und wehrt ab. Sein Rettungsversuch misslingt jedoch, da der Ball statt Richtung Corner-Fahne wieder ins Feld springt. Die ATSV-Spieler reagieren schneller, gleich vier von ihnen laufen zum Ball. Stefan Hörlesberger ist als erster zur Stelle und schiebt zum 2:0 für die Gäste ein. Etwa 30 Minuten sind noch zu spielen, die Heimischen scheinen aber wie paralysiert. Immer noch kein Feuer zu sehen, das Spiel plätschert so dahin. Bezeichnend auch, dass der TSV über 90 Minuten keine einzige gelbe Karte kassieren wird. Ein Freistoß von Vidovic gibt aber wieder etwas Hoffnung. Seine Hereingabe findet mit Jahic einen Abnehmer. Doch ähnlich wie Reich in Halbzeit eins, verzieht auch dieser mit dem Kopf, der Ball geht über das Tor. Nun machen die Gastgeber etwas auf, versuchen Chancen zu kreieren. Für den Gegner gibt es dadurch natürlich etwas mehr Platz, woraus die ein oder andere Chance resultiert. Tore sollten aber keine mehr fallen. Nach 90 Minuten pfeift Schiedsrichter David Schmidtbauer ab, die TSV'ler verziehen sich schnell in die Kabinen, die ATSV'ler jubeln und feiern die Tabellenführung. Später sind dann noch Jubelgesänge der Gäste zu hören, doch auch diesen scheint es an einstigem Feuer zu fehlen. Es war ein ruhiger Samstagnachmittag in Timelkam. Zu ruhig für den Geschmack vieler. Sie erinnern sich gerne an die Derbys aus vergangenen Jahren zurück. Jenes aus der Herbstsaison 2011/12 wird wohl nicht lange in Erinnerung bleiben. (Bericht Milan Vidovic)

     
              


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