TSV mit
verpatzter Herbstsaison - Bericht von Milan Vidovic
TSV Timelkam - SV Aurach
1:2
(0:1)


Noch
hat der TSV Timelkam ein Hinrundenspiel auszutragen, doch schon jetzt
ist es eine vollkommen verpatzte Herbstsaison für die Elf von
Trainer Fritz Neuhofer. Sechs Niederlagen in elf Spielen sprechen eine
deutlich Sprache. In der Vorsaison kämpfte die Mannschaft noch
in der Gruppe Mitte-West um den Aufstieg mit. "Ein Spiegelbild der
bisherigen Saison in der 2. Klasse Süd" war für
Neuhofer das Spiel gegen den SV Aurach. "Eine desaströse
Leistung des gesamten Kollektivs", kann der Trainer immer noch nicht
fassen, was sich da am Sonntagnachmittag abgespielt hatte. Immerhin
konnte die Mannschaft die Pleite noch einigermaßen in Grenzen
halten und verlor schlussendlich doch nur ganz knapp.
Kalte Dusche für Timelkam
Es
war schon ein Spielbeginn, der für den TSV Timelkam
hätte nicht schlimmer kommen können. In der ersten
Minute nutzte Christian Nadegger die erste gute Chance für die
Heimischen nicht, im Gegenzug folgte bereits die Strafe und Aurach ging
in Führung. David Übleis gab einen an und
für sich harmlosen Schuss Richtung Timelkam-Gehäuse
ab, Christoph Riedl fälschte den Ball aber noch ab und so gab
es gleich eine kalte Dusche für die Neuhofer-Elf. Mit
Gegentoren zu ungünstigen Zeitpunkten hatte die Mannschaft
aber schon Erfahrung, in der Vorwoche gab es das 0:1 im Derby gegen den
ATSV Timelkam nur Sekunden vor Abpfiff der ersten Halbzeit.
Aurach nimmt Heft in die Hand
Man
sah es den Timelkamern sofort an, die positive Einstellung, mit der die
Mannschaft ins Spiel gegangen war, schien jetzt schon wieder Geschichte
zu sein. Aurach nahm das Heft in die Hand und setzte sich immer wieder
über längere Strecken in der Hälfte der
Gastgeber fest. Im Spiel der Gäste war einfach mehr
Lauffreude, mehr Aggressivität zu sehen. Nennenswerte Chancen
ergaben sich dennoch nicht. Zur Mitte des ersten Durchgangs hatte dann
Timelkam noch eine Chance auf den Ausgleich, nachdem Aurach-Tormann
Johann Kunesch einen Rückpass mit den Händen
aufgenommen hatte. Den indirekten Freistoß aus spitzem Winkel
konnte Timelkam jedoch nicht nutzen. Schließlich ging es mit
dem 0:1 auch in die Pause.
"Joker" trifft zur Vorentscheidung
Zu
Beginn der zweiten Halbzeit wurde eines schnell klar, das Spiel gewann
nicht an Klasse, wurde eher noch schlechter. Chancen wurden
zur Mangelware, das Spiel etwas ruppiger. Es dauerte bis zur
72. Minute, als die Gäste zum zweiten Mal an diesem Nachmittag
jubeln durften. Wieder war es Übleis, der den Treffer
auflegte, diesmal schoss, genauer stolperte, der eingewechselte
Johannes Ebner den Ball über die Torlinie. In der Schlussphase
versuchte Timelkam etwas mehr Druck aufzubauen, was nur teilweise
gelang, den Gästen aber auch mehr Platz bot. Die Konterchancen
konnten jedoch nicht genutzt werden. In der 90. Minute staubte
Christoph Hochauer dann noch zum 1:2-Anschlusstreffer ab. Drei Minuten
Nachspielzeit blieben noch übrig. In der 93. Minute gab es
für Timelkam auch noch einen Freistoß aus
aussichtsreicher Position, David Geisshüttners Schuss landete
aber knapp über dem Tor. Kurz darauf war Schluss, Timelkam
bezog die dritte Niederlage in Folge, Aurach feierte den dritten Sieg
in Serie.
Fritz Neuhofer (Trainer TSV
Timelkam): "Es war eine desaströse Leistung des gesamten
Kollektivs. Es wird Zeit, dass die Winterpause kommt, alle scheinen
ausgebrannt zu sein, die letzten Niederlagen haben uns den Nerv
gezogen. Gegen den SV Ebensee wollen wir noch punkten, dann werden wir
versuchen ein neues Kollektiv für das Frühjahr
aufzubauen. Es ist jetzt vieles zusammengekommen, ein schmaler Kader
wurde durch Verletzungen und auch aus beruflichen Gründen noch
mehr dezimiert. Die Mannschaft ist einfach müde im Kopf. Das
Spiel gegen Aurach hat die ganze Meisterschaft wiedergespiegelt. Nichts
läuft rund, Probleme, mit denen keiner gerechnet hatte, traten
auf einmal auf. Jetzt muss ein Schnitt gemacht, eine junge Truppe
zusammengestellt werden."
Reinhold Berghammer
(Trainer SV Aurach): "Wir hatten Glück ein so schnelles Tor zu
machen, aufgrund der zweiten Halbzeit, in der wir dann
überlegen waren, ging der Sieg in Ordnung. Wenn wir bei den
Kontern etwas cleverer zusammengespielt hätten, wäre
der Sieg auch höher ausgefallen. Die Partie war insgesamt
nicht gut, vor allem Kampf und Krampf."